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Medizinischer Ratgeber · Berlin

Fieber Hausbesuch Berlin

Fieber gehört zu den häufigsten Anlässen für einen ärztlichen Hausbesuch in Berlin. Es ist selten ein eigenständiges Krankheitsbild, sondern Symptom: Hinweis auf eine Infektion, eine Entzündung oder seltener eine ernstere Erkrankung. RAB schickt täglich von 6 bis 24 Uhr einen Facharzt zu Ihnen nach Hause oder ins Hotel. Telefonisch erreichbar unter +49 30 550 77 870, Ankunft in zentralen Bezirken in 60 bis 90 Minuten. Bei lebensbedrohlichen Symptomen rufen Sie bitte sofort 112.

Lesezeit · 7 Min. Aktualisiert · 2026-05-23

Wann sofort 112 wählen

  • Fieber bei Säuglingen unter 3 Monaten – sofort Kinderklinik oder 112
  • Fieber mit Nackensteifigkeit, Lichtempfindlichkeit, Verwirrtheit (Meningitis-Verdacht)
  • Fieber mit Atemnot, hoher Atemfrequenz oder bläulichen Lippen
  • Fieber mit punktförmigen oder flächigen Hautblutungen, die sich nicht wegdrücken lassen
  • Fieber mit anhaltendem Erbrechen und Zeichen der Austrocknung
  • Fieber mit starkem Kopfschmerz, neurologischen Ausfällen oder Krampfanfall
  • Fieber mit Brustschmerz oder Herzrasen über 130/min in Ruhe
  • Hohes Fieber bei immunsupprimierten Patienten oder Chemotherapie

Im Zweifel 112 wählen — bei lebensbedrohlichen Symptomen ist der öffentliche Rettungsdienst die erste Adresse.

Was Fieber medizinisch bedeutet

Fieber ist eine vom Hypothalamus regulierte Erhöhung der Körpertemperatur, üblicherweise definiert ab 38,0 Grad Celsius rektal gemessen. Werte zwischen 37,5 und 38,0 Grad gelten als subfebril, ab 39,0 Grad als hohes Fieber, ab 41,0 Grad als hyperpyretisch und potenziell gefährlich.

Die häufigsten Ursachen in Berlin sind virale Infekte der oberen und unteren Atemwege – Influenza, RSV, SARS-CoV-2, Adenoviren. Bakterielle Ursachen reichen von Streptokokken-Tonsillitis über Harnwegsinfekte bis zur Pneumonie. Seltener, aber wichtig, sind Endokarditis, Borreliose, Tuberkulose, Pyelonephritis oder rheumatische Schübe.

Die klinische Bewertung berücksichtigt nicht nur die Temperatur, sondern Begleitsymptome: Schüttelfrost, Schweiß, Schmerzen, Husten, Atemnot, Bauchschmerzen, Hautausschlag, neurologische Auffälligkeiten oder Bewusstseinsstörungen. Erst die Gesamtschau führt zur Diagnose.

Wann ein Hausbesuch sinnvoll ist

Ein Hausbesuch ist immer dann sinnvoll, wenn der Patient zu krank für den Praxisbesuch ist und die Symptome ambulant beherrschbar erscheinen. Klassische Konstellationen sind hohes Fieber mit Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen, Halsschmerzen oder Husten – also alles, was nach klassischer Grippe oder grippalem Infekt aussieht.

Auch bei älteren Patienten, immunsupprimierten Patienten, chronisch Kranken und Schwangeren ist ein früher ärztlicher Kontakt entscheidend – aber der Weg in die Notaufnahme oder zur Hausarztpraxis ist häufig zu anstrengend oder mit Infektionsrisiken verbunden.

Hotelgäste, Geschäftsreisende und Familien mit kleinen Kindern profitieren besonders vom Hausbesuch: kein Wartezimmer, keine Ansteckungsketten in der U-Bahn, kein logistisches Chaos. Der Arzt kommt in 60 bis 90 Minuten in die zentralen Bezirke Mitte, Charlottenburg, Prenzlauer Berg, Friedrichshain-Kreuzberg oder Schöneberg.

Diagnostik vor Ort: was möglich ist

Der RAB-Facharzt führt eine vollständige körperliche Untersuchung durch – Inspektion, Auskultation von Herz und Lunge, Palpation von Bauch und Lymphknoten, Inspektion des Rachenraums, Otoskopie, neurologischer Basisstatus. Schon hier lassen sich Pneumonie, Otitis, Tonsillitis oder Meningismus klinisch erfassen.

Mobile Diagnostik ergänzt die Untersuchung: Pulsoxymetrie, Blutdruck, Herzfrequenz, Schnelltests für Influenza A/B, RSV, SARS-CoV-2, Streptokokken-A, CRP-Schnelltest und Urin-Stix bei Verdacht auf Harnwegsinfekt. Bei pulmonalem Verdacht kann auf Anfrage eine Lungensonografie erfolgen.

Diese Diagnostik erlaubt in den meisten Fällen eine fundierte Aussage über Genese und Schweregrad. Sollte ein Krankenhausaufenthalt nötig sein – etwa bei Pneumonie mit reduzierter Sauerstoffsättigung oder bei Verdacht auf Sepsis – organisieren wir die Einweisung in eine geeignete Berliner Klinik.

Therapie und Verlaufskontrolle

Die Therapie orientiert sich an den AWMF-Leitlinien. Bei viralem Infekt steht die symptomatische Behandlung im Vordergrund: ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Fiebersenkung mit Paracetamol oder Ibuprofen nach individueller Verträglichkeit, körperliche Schonung. Bei bakterieller Infektion ist eine resistenzgerechte Antibiotikatherapie indiziert; die Auswahl folgt der aktuellen Erreger-Lage in Berlin.

Der Patient erhält ein Privatrezept, die Medikamente werden bei einer 24-Stunden-Apotheke abgeholt oder per Botendienst geliefert – wir koordinieren das bei Bedarf mit der nächstgelegenen Versandapotheke oder mit Apotheken wie der Notdienstapotheke am Bahnhof Zoo.

Bei Bedarf erhalten Sie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sowie eine schriftliche Zusammenfassung der Untersuchung. Wenn sich der Verlauf in den folgenden Tagen verschlechtert, ist die telefonische Rückfrage unter +49 30 550 77 870 kostenfrei; bei erneutem Hausbesuch fällt eine reguläre GOÄ-Abrechnung an.

Fieber bei Kindern und Senioren: besondere Sorgfalt

Bei Säuglingen unter drei Monaten ist jedes Fieber über 38,0 Grad ein medizinischer Notfall – hier raten wir grundsätzlich zur Vorstellung in einer Berliner Kinderklinik wie der DRK Kinderklinik Westend, Charité Campus Virchow oder Helios Klinikum Berlin-Buch, gegebenenfalls über 112 bei reduziertem Allgemeinzustand.

Bei Kindern zwischen drei Monaten und fünf Jahren ist ein Hausbesuch durch unsere Fachärzte möglich, sofern keine roten Flaggen vorliegen. Wir prüfen Hydratationszustand, Hautkolorit, Atmung, Bewusstsein und das Kontaktverhalten besonders sorgfältig.

Senioren reagieren oft atypisch: Fieber kann fehlen oder nur subfebril sein, während die Erkrankung schwer verläuft. Verwirrtheit, Schwäche, gestörte Mobilität sind ernstzunehmende Warnzeichen. Bei Patienten in Steglitz-Zehlendorf, Reinickendorf oder Pankow mit chronischen Erkrankungen senken wir die Schwelle für eine Krankenhauseinweisung bewusst ab.

Fragen & Antworten

Häufige Fragen zum Thema

Ab welcher Temperatur sollte ich einen Arzt rufen?

Es gibt keine starre Schwelle, weil der Allgemeinzustand entscheidender ist als die Zahl. Erwachsene mit Fieber über 39 Grad, das länger als 48 Stunden anhält, sollten ärztlich gesehen werden. Bei Begleitsymptomen wie Atemnot, starkem Kopfschmerz, Verwirrtheit, anhaltendem Erbrechen, Hautausschlag oder Schmerzen beim Wasserlassen rufen Sie früher an. Säuglinge unter drei Monaten mit Fieber über 38 Grad sind grundsätzlich ein Fall für die Kinderklinik. Im Zweifel telefonische Rücksprache unter +49 30 550 77 870 – wir beraten und triagieren ehrlich.

Kann ich beim Hausbesuch einen Influenza- oder Corona-Test bekommen?

Ja. Unsere Fachärzte führen vor Ort Schnelltests für Influenza A und B, RSV und SARS-CoV-2 durch. Die Ergebnisse liegen nach 15 bis 20 Minuten vor und fließen direkt in die Therapieentscheidung ein. Ein bestätigter Influenza-Befund kann die Indikation zu Oseltamivir stützen, sofern die Symptome nicht länger als 48 Stunden bestehen. Die Tests sind GOÄ-abrechenbar und werden zusammen mit dem Hausbesuch über die PVS verrechnet. Auf Wunsch stellen wir ein schriftliches Befund-Attest aus.

Wie schnell senken Sie Fieber bei einem Erwachsenen?

Fiebersenkung ist kein Selbstzweck – Fieber ist eine sinnvolle Abwehrreaktion. Wir senken es, wenn der Patient stark leidet, das Herz-Kreislauf-System belastet ist oder bei vorbestehender Herzinsuffizienz. Paracetamol 1000 mg oder Ibuprofen 600 mg führen typischerweise innerhalb von 45 bis 90 Minuten zu einem Abfall um 1 bis 1,5 Grad. Wichtig: Hinter dem Symptom steht die eigentliche Diagnose, die nicht durch Antipyretika behandelt wird. Bei Verdacht auf Sepsis oder schwere bakterielle Infektion organisieren wir Klinikeinweisung.

Kommt der Arzt auch ins Hotel?

Ja. Hotelbesuche gehören zum Kerngeschäft, besonders in Mitte und Tiergarten – Hotel Adlon, Regent Berlin, The Ritz-Carlton, Hotel de Rome, Soho House, SO/ Berlin Das Stue und viele weitere. Der Concierge kann den Anruf für Sie übernehmen oder Sie wählen direkt +49 30 550 77 870. Der Facharzt kommt diskret aufs Zimmer, die Abrechnung erfolgt über GOÄ und ist für ausländische Privatversicherungen in der Regel erstattungsfähig. Auf Wunsch erstellen wir ein englischsprachiges Attest für die Versicherung.

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